Planung und Diagnostik

Der Erfolg einer Implantation ist in hohem Maße abhängig von einer präzisen und detaillierten Diagnostik, die eine genaue Planung des Eingriffs sowie ein optimal auf Ihre individuellen Bedingungen abgestimmtes Behandlungskonzept ermöglicht.

Chirurgische Eingriffe im Mund- und Kieferbereich sind komplexer Natur und erfordern von den Implantologen ein fachlich kompetentes sowie sensibles Vorgehen.

An die implantologische Diagnostik werden heutzutage hohe Ansprüche gestellt. Ihr Implantologe ist bestrebt, die anatomischen Strukturen, die für die Implantation relevant sind, möglichst exakt darzustellen und zu analysieren. Hierbei stehen ihm weiterentwickelte Röntgentechniken zur Verfügung.

Der Trend geht hin zur strahlungsarmen Röntgentechnik. - Vom digitalen, intraoralen Röntgen über Panoramaaufnahmen bis hin zur Digitalen Volumentomografie (DVT). - Die Implantologen haben das Ziel vor Augen, die Implantatinsertion so schonend wir möglich durchzuführen, um Nachbargewebe zu schonen und die Nebenwirkungen zu reduzieren.

Mit der digitalen, dreidimensionalen Tomografie lassen sich kleinste Strukturen des Mund- und Kieferbereichs plastisch darstellen. Präoperativ können Befunde erhoben werden, die sich mit gängigen Röntgenbildern nicht darstellen lassen. Da sich die Strukturen der Ober- und Unterkieferknochen optimal abbilden lassen, können die Implantologen bereits vor der Implantatinsertion erkennen, ob das Knochenangebot für das Implantat ausreichend ist oder nicht. Gegebenenfalls werden dann Knochenaufbaumaßnahmen eingeleitet. Darüber hinaus können die behandelnden Implantologen ebenso die angrenzenden Weichgewebe analysieren und individuelle Besonderheiten erkennen.

In besonders kritischen Fällen lässt sich durch die navigierte Implantation mittels einer Bohrschablone die Platzierung der Implantate exakt vorherbestimmen (siehe Kapitel 10.2.4). So kann Ihr Implantologe Ihnen auch für aufwendigere Eingriffe eine Erfolg versprechende Prognose geben.

Ergänzt werden die vorher genannten diagnostischen Schritte durch eine gründliche Untersuchung Ihrer Mundhöhle (siehe Kapitel 10.2.1) sowie die Modellanalyse Ihres Zahnsystems (siehe Kapitel 10.2.3), die zusätzlich Informationen zu den bildgebenden Verfahren liefern.

Die Entwicklung der implantologischen Diagnostik ist rasant. Die Deutsche Gesellschaft für Implantologie weist auf ihrer Homepage (www.dginet.de) darauf hin, dass Implantationen ohne vorherige Knochenfreilegung erprobt würden sowie navigierte Implantationen ohne Bohrschablonen. Ebenso profitierten die Knochenaufbaumaßnahmen laut DGI von den modernen Diagnostikverfahren. Implantationen könnten schonender durchgeführt werden und hätten weniger Nebenwirkungen für den Patienten.

Zuletzt aktualisiert: 4.11.2013

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