Planung

Im Rahmen eines ersten ausführlichen Beratungsgesprächs in der Praxis Ihres Implantologen wird auf Basis der Anamnese (siehe Kapitel 7.3) zunächst eine vorläufige medizinische Bestandsaufnahme durchgeführt. Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse erläutert Ihnen Ihr Implantologe verschiedene Therapieansätze und plant den Behandlungsablauf.

Aufgrund der von Ihnen vorliegenden klinischen Daten sowie der beim Erstgespräch erstellten digitalen Röntgenaufnahmen (meistens handelt es sich um Panoramaaufnahmen) wird ein Kostenvoranschlag erstellt, der Ihnen einen Überblick über die anfallenden Kosten der implantologischen Behandlung gibt.

Sind Sie mit dem Behandlungskonzept einverstanden und willigen in den Behandlungsvertrag ein wird Ihr Implantologe beim nächsten Termin Abdrücke Ihres Ober- und Unterkiefers nehmen, um aus Gips geformte Situationsmodelle herzustellen. Die Modelle dienen als Grundlage für eine diagnostische Bohrschablone, welche die fehlenden Zähne durch Kunststoffzähne ersetzt. Sie wird Ihnen für weitere Untersuchungen wie ein Provisorium eingesetzt.

Mit eingesetzter diagnostischer Bohrschablone erfolgt eine 3-D-Röntgenanalyse mittels hoch auflösender, strahlungsarmer Digitaler Volumentomografie (DVT). Diese Aufnahmetechnik stellt das vorhandene Knochenangebot Ihrer beiden Kiefer plastisch dar. Darüber hinaus werden die angrenzenden Weichgewebe, Nervenstränge, benachbarte Zähne sowie die Kieferhöhle abgebildet. Anhand der exakten Darstellung der klinischen Begebenheiten in der Implantationszone ist der Implantologe in der Lage, den Eingriff gezielt und möglichst gewebeschonend durchzuführen.

Ein weiterer Planungsschritt besteht in der virtuellen Planung der Implantatinsertion auf der Basis der DVT-Daten. Ihr Implantologe wählt dabei den geeigneten Implantattyp (siehe Kapitel 3.2) aus und platziert ihn computeranimiert an dem dafür vorgesehenen Implantationsort. Durch diese Simulation am Bildschirm kann die optimale Form und Größe des Implantats ermittelt werden sowie die vorgefundenen anatomischen Kieferstrukturen bereits im Voraus mit in die Planung einbezogen werden.

Als Bestandteil der Planungsphase ist auch die Aufklärungspflicht der Implantologen zu nennen. Ihr behandelnder Implantologe ist dazu verpflichtet, Sie über alle geplanten Maßnahmen, alternative Behandlungsmöglichkeiten, Therapierisiken und die entstehenden Kosten zu informieren.

Zum Gesamtkonzept gehören ebenso vorgesehene Kontrolltermine nach der Implantation, um den Heilungsprozess zu überwachen und den richtigen Zeitpunkt der prothetischen Versorgung festzulegen. Die Implantologen bezeichnen diesen Abschnitt auch gerne als Recall-Phase. Um den Erfolg der Implantation zu sichern, ist es unbedingt erforderlich, dass Sie diese Kontrolltermine regelmäßig wahrnehmen.

Zuletzt aktualisiert: 5.11.2013

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